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Marketing Trends 2023: Aktuelle Online-Themen

Lesezeit: 8 Minuten
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Autor: Jannik Todeskino

Datum: 16.06.2023

Laptop und likes symolisieren Marketing Trends in 2023

Das Jahr 2023 bringt spannende Entwicklungen im Bereich Marketing mit. Egal ob textbasierte KI, das Comeback des Audio-Marketings, neue soziale Netzwerke oder das vielbesprochene Metaverse. Die Möglichkeiten, das eigene Business profitabler zu gestalten und die Marketingziele zu erreichen, werden immer vielfältiger. Im folgenden Beitrag erhalten Sie einen umfassenden Überblick über die digitalen Marketing Trends 2023.

Inhaltsverzeichnis

    1. Chatbots – Künstliche Intelligenz als Trend der Zukunft

    Besonders im Bereich Kundenservice setzen Unternehmen schon länger auf sogenannte Chatbots. Durch die intensive Nutzung in den letzten Jahren hat sich die Technologie dahinter rasant weiterentwickelt.

    Den bisherigen Höhepunkt erreichte diese Entwicklung durch die Einführung von ChatGPT.

    Der Chatbot aus dem Hause Open AI basiert auf einem sogenannten Generative Pre-Training Transformer: also einem lernfähigen Textprogramm. Er wird seit Jahren mit großen Mengen an Textdaten gefüttert und lernt so stetig dazu. Das Resultat: Die Formulierungen werden immer natürlicher und „menschenähnlicher“.

    Welchen Mehrwert bringen Chatbots meinem Unternehmen?

    ChatGPT kann in wenigen Sekunden Texte in verschiedenen Formaten erstellen. So auch

    • SEO-Texte,
    • Produktbeschreibungen
    • oder Blog-Beiträge.

    Doch Vorsicht: Alle Quellen, auf die ChatGPT zurückgreift, stammen aus dem World Wide Web und gehören somit bereits anderen Webseiten. Eine saubere rechtliche Grundlage gibt es dazu noch nicht.

    Was bedeutet das also für das Content Marketing? Der Chatbot kann durchaus als neues Marketing-Instrument gesehen werden. Er hilft dabei, einen Grundstock an Textideen zu erstellen, mit dem man dann weiterarbeiten kann. An Copywritern sollten Sie also dennoch nicht sparen, denn menschliches Talent bleibt weiterhin unersetzlich. Die Content Erstellung wird jedoch mit Ideen und Inspirationen angereichert.

    2. Audio-Marketing – Das Revival der auditiven Werbung

    Ein wichtiger Trend dieses Jahres ist das Audio-Marketing. Durch konstant steigende Streamingzahlen und den weiter andauernden Podcast-Boom wird im Audio- und Streaming-Bereich immer mehr Werbung geschaltet.

    Die Anzeigenformate sind vielfältig und die zu erreichenden Zielgruppen vielversprechend. So profitieren Unternehmen jeder Größe.

    So profitieren Sie mittlerweile z. B. von folgenden neuen Online-Formaten:

    • Streaming Radio Advertising
    • Digital Radio Werbung
    • In Stream Ads

    3. TikTok-Marketing – Mehr als tanzende Teens

    Umfragen zeigen: TikTok ist die aktuell beliebteste Social Media App auf dem Markt. Gerade Gen Alpha, Gen Z aber auch Millennials verbringen viel Zeit mit dem Schauen von kreativen Kurzvideos und den vielseitigen Formaten der Creator*innen.

    Demnach steckt großes Potential in der App, welches es auszuschöpfen gilt.

    TikTok bietet nicht nur den privaten User*innen eine Chance auf den viralen Hit. Sondern ermöglicht auch Unternehmen, sich so locker und sympathisch darzustellen wie nie zuvor.

    Wenn es Ihnen gelingt, ein gutes Image aufzubauen, werden die Nutzer*innen sich an Ihre Marke erinnern und mit positiven Gefühlen verbinden.
    Das ist deshalb besonders vorteilhaft, da man überwiegend junge Menschen erreicht. Diese werden also bereits in jungen Jahren an die Marke gebunden und im besten Fall zu treuen Kund*innen.

    TikTok Ads – Bezahlte Werbeanzeigen auf TikTok schalten

    Unternehmen haben mehrere Möglichkeiten, sich auf TikTok zu vermarkten. Die einfache Variante ist es, eine gewöhnliche Werbeanzeige zu schalten, wie man es von den klassischen Medien gewohnt ist. Wenn die Anzeigen platziert sind, erscheinen sie in einem bestimmten Rhythmus auf den For You-Pages der Nutzer*innen und stechen heraus.

    Allerdings sind sie auch leicht als Werbung identifizierbar und deshalb auch genauso schnell wieder übersprungen.

    Bereiten Sie deshalb Ihren Content organisch auf. So erhöhen Sie die Chance, dass Ihre Anzeigen in voller Länge angeschaut werden.

    Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrer TikTok-Kampagne. Ganz gleich ob Konzeption, Kreation, Umsetzung oder Full-Service – wir beraten Sie gerne!

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    Organischer Content auf TikTok

    Eine etwas aufwendigere, aber nachhaltigere Variante ist, auf organischen Content zu setzen. In diesem Fall werden Videos für den eigenen Account produziert und dort gepostet. Beiträge sehen dann aus wie normaler Content von privaten User*innen. Die Chance, dass Ihre Videos in voller Länge angeschaut werden ist somit sehr viel größer.

    Es können beliebte Formate wie

    • Straßenumfragen oder Produkttests adaptiert werden
    • oder man setzt auf bekannte Influencer*innen, die eine Rolle im Video spielen und das Unternehmen vertreten.

    Ein weiterer kreativer Weg, auf TikTok aufzufallen, ist das kommentieren von viralen Videos.

    Durch humorvolle Kommentare unter Posts mit hoher Engagement-Rate steigen die Beliebtheit und Bekanntheit der Marke.

    Es macht also Sinn, sich um einen kompetenten Admin für den TikTok-Account zu bemühen, der das Unternehmen zielgruppengerecht repräsentiert.

    Das TikTok-Marketing lässt sich natürlich auch auf die Kurzvideo-Angebote der Konkurrenz übertragen. Die Reels der Meta-Produkte Instagram und Facebook sowie die YouTube-Shorts funktionieren auf eine ähnliche Art und Weise. So produzieren Sie im besten Fall ein Mal Content für vier Kanäle.

    4. BeReal – Der neue Stern am Social-Media-Himmel

    Unter den Trends 2022 hätten Sie wohl auch die Social Media Plattform „BeReal“ gefunden. Und auch im diesem Jahr erfreut sich die App des Jahres 2022 weiterhin großer Beliebtheit bei jungen Social Media Fans.

    Es handelt sich um eine reine Foto-App, bei der beide Kameras des Smartphones leicht zeitversetzt ein Foto schießen. Dadurch bekommt man zwei Perspektiven auf die aktuelle Umgebung der User*innen zu sehen. BeReal schickt täglich eine Push-Benachrichtigung an die Nutzer*innen, welche dann zwei Minuten Zeit haben, um ein Foto ihrer derzeitigen Situation zu schießen. Daraus resultieren, wie der Name bereits verrät „reale“ Posts, die 24 Stunden lang für Freund*innen sichtbar bleiben.

    Das Konzept der App beruht demnach auf Authentizität und „Realness“.

    Während bei Konkurrenten wie Instagram und Snapchat viel mit Filtern und Voice-Changern gearbeitet wird, kommt BeReal ganz ohne Spielereien aus. Für 20% der BeReal-Nutzer*innen ist genau das der Anreiz, die App zu nutzen.

    BeReal als Marketinginstrument

    Laut den AGB von BeReal darf die Plattform noch nicht für kommerzielle Zwecke genutzt werden, was gewöhnliche Anzeigenschaltung unmöglich macht. Um sein Unternehmen trotzdem präsentieren zu können, gibt es die Möglichkeit, das sogenannte Corporate Influencer*innen Marketing einzusetzen. Diese Influencer*innen bewerben keine Produkte oder Dienstleistungen, sondern gewähren einen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens. Sie stellen Transparenz her und gewinnen so das Vertrauen der User*innen.

    BeReal kann also ein Instrument zur Imageaufbesserung sein.

    Üblicherweise planen Marketer*innen ihre Postings auf Social Media vor. Auf den ersten Blick passt diese Praxis nicht zur Grundidee von BeReal. Dank der „Late“-Funktion kann die Plattform aber trotzdem von Unternehmen genutzt werden. Sie hebelt die Idee der spontanen Posts aus und ermöglicht es, zuvor geplanten Content zu einer beliebigen Zeit zu posten. Allerdings sollte man nicht zu viel Zeit nach der Posting-Aufforderung verstreichen lassen, da die App automatisch den letzten Beitrag löscht, sobald die nächste Push-Benachrichtigung erscheint.

    Die zeitlich begrenzte Sichtbarkeit des Postings hat sowohl einen Vor- als auch einen Nachteil:

    Einerseits: Erfolglose Postings verschwinden schnell wieder.

    Andererseits: Aufwendigere Postings erreichen eventuell nicht alle Follower*innen.

    5. Das Metaverse – einer der wichtigsten digitalen Trends?

    Das vielbesprochene Metaverse des Tech-Giganten Meta (ehemals Facebook) steckt noch in den Kinderschuhen, verspricht aber großes Potential in diversen Wirtschaftszweigen. Ein Urteil über die tatsächliche Relevanz der neuen Technologie kann zwar momentan noch nicht gefällt werden, trotzdem erscheint es sinnvoll, das Thema auf der Agenda zu haben und sich auf einen möglichen Boom vorzubereiten.

    Was genau ist das Metaverse?

    Das Metaverse soll Teil der Weiterentwicklung des Internets sein. Es ist dreidimensional, interaktiv und „greifbar“. Die User*innen befinden sich in einer virtuellen 3D-Umgebung und nicht mehr nur vor einem Bildschirm. Bereits bestehende und einigermaßen ausgereifte Technologien wie VR-Brillen und Augmented Reality machen die neue Welt zu einem immersiven Erlebnis.

    So tauchen beispielsweise die Nutzer*innen in fiktive Welten ab oder reisen in die Zukunft und Vergangenheit.

    Es fühlt sich an, als sei man in eine Videospiel-Welt eingetaucht, die in Echtzeit neben der Realität existiert.

    Marketing im Metaverse

    Natürlich möchte auch die Werbebranche ihr Stück vom Kuchen abhaben. Aber wie kann das Metaverse für Marketingzwecke genutzt werden? Werbetreibende haben die Möglichkeit, ihre Kund*innen mit individualisierter Werbung zu erreichen. Die User*innen tauchen dabei in eine spannende, virtuelle Welt ab.

    Ähnlich wie bei der klassischen Out-Of-Home-Werbung, versucht man so große Mengen an Menschen anzusprechen. In der virtuellen Welt kann man jedoch noch besser auf maßgeschneiderte und interessenbasierte Werbemaßnahmen für einzelne User*innen eingehen. Jede Person wird also mit der passenden Werbung angesprochen.

    Die Möglichkeiten der Individualisierung scheinen unendlich.

    Das könnte auch die Kreativität in der Werbebranche auf ein neues Level heben. Es gibt noch keine gängigen Praktiken oder Erfolgsrezepte. Die Karten werden komplett neu gemischt und Unternehmen können aktiv an der Entwicklung der neuen virtuellen Welt mitwirken. Durch den Neuanfang entsteht die Chance, das eigene Unternehmen (marketingtechnisch) neu zu erfinden und – natürlich – zusätzliche Kundschaft zu gewinnen.

    6. Social Commerce – Die Zukunft des Handels

    Wenn sich Online-Einzelhandel und soziale Medien verbinden, sprechen wir von Social Commerce. Es ist die Evolution des allseits bekannten E-Commerce und umfasst das gesamte Einkaufserlebnis einer Person – die Customer Experience.

    Vom ersten Kontakt mit dem Produkt bis hin zur Kaufabwicklung findet alles auf ein und derselben sozialen Plattform statt.

    Für die potenziellen Käufer*innen wird das Online-Shopping dadurch so bequem und unkompliziert wie nie zuvor.

    Auch der Geschäftskundenbereich wird profitieren. Laut einer Accenture-Studie wird sich Social Commerce bis 2025 fast verdreifachen. Das liegt unter anderem an folgenden Faktoren:

    WENIGER KAUFABBRÜCHE

    Da man bereits in der jeweiligen App angemeldet ist, fallen lästige Anmeldungen über zu lange Formulare oder das Suchen nach den einst gewählten Zugangsdaten weg. Auch Zahlungsdaten sind meist bereits hinterlegt, weshalb der gesamte Kaufvorgang beschleunigt und vereinfacht wird. Social Commerce eliminiert also unnötige Kaufabbrüche.

    ONLINE-SHOPPING WIRD INTERAKTIVER

    Die Verbraucher*innen können sich auf der Plattform direkt mit Freunden über ein Produkt austauschen und die Kommentare anderer Käufer*innen lesen. Auch die Unternehmen profitieren von der Interaktion, da sie sich auf einfachstem Wege mit ihrer Kundschaft austauschen können.

    EHRLICHES FEEDBACK

    Die Kommentarfunktion unter den angebotenen Produkten wird sowohl bei positiven als auch bei negativen Shopping-Erlebnissen gern genutzt. Als Händler*in erfährt man daher aus erster Hand, was gut läuft und welche Prozesse optimiert werden sollten. Außerdem kommen die Kommentare von echten Nutzer*innen mit persönlichen Profilen. Das gibt allen Interessierten ein gutes Gefühl und erhöht das Vertrauen in die Marke.

    TARGETING AUF HÖCHSTEM NIVEAU

    Da in sozialen Netzwerken riesige Mengen an Kundendaten zur Verfügung stehen, lassen sich Werbeanzeigen optimal planen und gezielt schalten.

    Der Siegeszug der sozialen Medien setzt sich also auch im Bereich des elektronischen Handels fort. Besonders Vertreter*innen der Millennials und der Gen Z lassen sich auf sozialen Medien inspirieren bevor sie Käufe tätigen. Wenn die eigene Zielgruppe aus Menschen im Alter von 18-34 Jahren besteht, ist Social Commerce die richtige Herangehensweise sie auch zu erreichen.

    Fazit zu Marketing Trends 2023

    Unsere 6 Marketingtrends des Jahres 2023 verdeutlichen einmal mehr, in welchem Tempo sich die Welt des digitalen Marketings weiterentwickelt. Unternehmen müssen mit dem Flow gehen, um nicht abgehängt zu werden. Die ständige Jagd nach dem „Next Big Thing“ birgt außerdem die Chance, aktiv an der Zukunft mitzuarbeiten und Vorreiter zu werden.

    Trotzdem muss man sagen, dass das Rad nicht komplett neu erfunden wird. Einige Trends verfestigen sich und Themen wie Künstliche Intelligenz und Social Media gewinnen weiter an Relevanz.

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    Häufige Fragen und Antworten zum Thema Marketing

    Zu den wichtigsten Trends des Jahres 2023 gehören mehrere Themen. Individualisierte Inhalte, Künstliche Intelligenz, Werbung auf BeReal und TikTok, sowie die Nutzung von Virtual Reality. Auch das Thema Social Commerce wird immer wichtiger, da es das Einkaufserlebnis der Kund*innen vereinfacht.

    Früher beschränkte sich Werbung auf Medien wie Zeitung, Radio und Fernsehen. Heute gibt es mit Online-Werbung, Social Media Marketing und Influencer-Marketing weitere Werbeformen. Mit der fortschreitenden Digitalisierung ist die Werbung personalisiert und auf die Interessen der Zielgruppe abgestimmt.

    Die Personalisierung von Inhalten, insbesondere im Bereich Werbung wird immer wichtiger. Wir sind den ganzen Tag von Werbung umgeben, weshalb wir die meisten Werbemaßnahmen nur peripher wahrnehmen. Auf uns zugeschnittene Werbung allerdings, spricht uns direkt an und bleibt eher im Gedächtnis.

    Unternehmen sollten sich stets mit den aktuellen Marketing Trends auseinandersetzen und herausfinden, welche davon einen Mehrwert für ihre Werbeplanung bieten können. Wenn das Potential erkannt ist, gilt es dieses durch kluge Entscheidungen für die richtigen Werbemaßnahmen auszuschöpfen.