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Start-ups: Geschäftsideen finden und bewerten

Von Rebecca Nienaber, Referentin in der Personalentwicklung, FUNKE Mediengruppe

Start-ups: Geschäftsideen finden und bewerten

Ob Geistesblitz oder das Ergebnis einer detaillierten Recherche – die Geschäftsidee steht am Beginn eines jeden Start-ups.

Doch wie findet man sie, die eigene Geschäftsidee? Und wann weiß man, ob eine Idee das Zeug für ein erfolgreiches Start-up hat? In diesem Beitrag werden Wege aufgezeigt, wie man zu einer Geschäftsidee kommt und diese umsetzt. 

Was ist eine Geschäftsidee?

Eine Geschäftsidee ist der Gedanke oder die Vorstellung davon, in welcher Weise ein Unternehmen am Markt tätig sein kann – also eine Idee für künftige Geschäfte. Sie stellt somit nicht nur eine konkrete Problemlösung dar, sondern befähigt uns zur Gründung eines neuen Unternehmens.

Wie kommt es zu der Geschäftsidee für Start-ups?

Wie der Zufall so will.

Ähnlich wie Archimedes das Gesetz des Auftriebs entdeckte, so kommen auch einige Gründer*innen zu ihrer Geschäftsidee: durch Zufall und gute Beobachtung. Oftmals ergibt sich eine Idee aus der Wahrnehmung. Dort wo gegebene Strukturen an ihre Grenzen stoßen.

Das kann beispielsweise ein Kundenproblem sein, dass bisher nicht vollständig gelöst werden konnte. Oder das eigene Bedürfnis, welches durch Produkte auf dem Markt nicht gestillt werden kann. Es wird also Verbesserungspotenzial gesehen und eine passende Lösung gesucht.

Andere Existenzgründer*innen träumen schon lange vom eigenen Unternehmen und suchen deshalb gezielt nach neuen Einfällen. Hierbei wird häufig ganz systematisch geprüft, wo es am Markt noch Möglichkeiten für die eigene Positionierung gibt:

  • Welche Produkte oder Dienstleistungen gibt es, bei denen Sie z. B. selber gerne etwas ändern würden?
  • Welchen Bedürfnissen und Wünschen sind Sie in Ihrem Umkreis schon einmal begegnet?

Antworten auf diese Fragen zu finden, kann bei dieser Herangehensweise ein guter Einstieg sein.

Doch Vorsicht: Hierbei geht es nicht darum, eine nie dagewesene Innovation zu entdecken!

Ganz im Gegenteil: Häufig ergeben sich die besten Geschäftsideen dadurch, bestehende Prozesse oder Leistungen zu modifizieren oder zu spezialisieren.

Solch ein Vorgehen hat den klaren Vorteil, dass sie auf bereits existierenden Strukturen aufbauen können und nicht jeden Aspekt von der Pieke auf neu entwickeln und bewerten müssen. Ein Pluspunkt für Sie: Aufwand und Kosten werden hierdurch deutlich verringert.

Geschäftsideen für Ihr Start-up dokumentieren

Sie haben verschiedene Einfälle gehabt oder Ihre Recherche hat mehrere potentielle Geschäftsideen für Ihr Start-up ergeben?

Damit Ihre Gedanken nicht verloren gehen, sollten Sie diese festhalten. Hierzu bieten sich etwa immer gleich aufgebaute Formulare an. Sie sollten für jede Idee dokumentieren:

  • in welchem Bereich der Einfall angewendet werden kann,
  • wie Nutzen und Aufwand einzuschätzen sind,
  • und wie die zeitliche Entwicklung ablaufen soll.

Nach diesem Schritt bietet sich ein Screening der Ideen an. So ergibt sich, ob unter Ihren Einfällen möglicherweise doppelte Ideen verstecken. Außerdem stellen Sie sicher, dass Sie nur die Ideen weiter evaluieren, die sich potenziell am Markt durchsetzen.

Potenziale prüfen

Die Bewertung der nach dem Screening übrig bleibenden Idee stellt einen wichtigen Schritt zu Ihrem Start-up dar. Hierbei prüfen Sie ganz detailliert und systematisch, ob eine Idee umsetzbar ist und das Potenzial hat, zu Ihrem Start-up zu werden.

1. Businessplan erstellen

Eine Möglichkeit zur Bewertung der Idee besteht in der Erstellung eines Businessplans, da Sie sich hierbei ganz genau mit Ihrer Idee auseinandersetzen müssen.

Folgendes gehört in solch einen Plan: 

  • Wie ist es um die Konkurrenz bestellt?
  • Wer soll Ihre Zielgruppe sein?
  • Welche Standorte wollen Sie betreiben?
  • Wie soll die Marketingstrategie aussehen?

Wenn Sie sich wirklich detailliert mit solchen Punkten auseinandersetzen, wird schnell deutlich, ob Ihre Idee realistisch als Start-up umsetzbar ist.

2. Rechtliche und technische Aspekte

Damit allein ist es aber häufig nicht getan. Je nachdem, wie Ihre Idee genau aussieht, sollten Sie auch rechtliche Aspekte nicht außer Acht lassen.

Gibt es z. B. die Möglichkeit, Ihre Idee gewerblich schützen zu lassen? Aber auch die technische Umsetzung des Vorhabens sollte vorab von Ihnen geprüft werden. Brauchen Sie z. B. spezielle Maschinen oder Softwares?

3. Begeisterung zeigen

Um die eigene Idee erfolgreich umsetzen zu können, ist neben all diesen Aspekten auch eins besonders wichtig: Ihre Begeisterung!

  • Sind Sie wirklich vollkommen von Ihrer Idee überzeugt?
  • Stehen Sie zu 100% dahinter?

Diese Fragen sollten Sie eindeutig bejahen können. Ansonsten wird es mit Sicherheit schwierig, künftige Probleme zu überwinden, Enttäuschungen zu verkraften und auch längere Durststrecken zu meistern.

Sie sollten sich auch bewusst sein, dass die Umsetzung des Vorhabens immer mit gewissen Risiken und Unwägbarkeiten einhergeht. Bestenfalls sind Sie so von Ihrer Idee überzeugt, dass Sie keine finanziellen Risiken scheuen und mit Unsicherheiten Leben können.

Fazit

Es gibt verschiedene Ansatzpunkte, eine gute Geschäftsidee für Start-ups zu finden. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Auch wenn Sie nicht direkt den richtigen Gedanken haben.

Beobachten Sie Ihr Umfeld aufmerksam und vergessen Sie nicht, dass Ihre Idee nicht einzigartig sein muss. Aber vor allem müssen Sie absolut überzeugt sein und ihr Herz in diese Idee stecken!

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