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Marketing 3.0 – Die Entwicklung vom Kunden zum Fan

Von Sina Bunzel, Mediaberaterin bei radio vest

Marketing 3.0 – Die Entwicklung vom Kunden zum Fan

Was ist eigentlich „Marketing 3.0“? Schon mal davon gehört? Wenn es 3.0 gibt, gibt es dann auch 1.0 und 2.0?

Um eins direkt zu Anfang zu klären: Ja, natürlich gibt es auch Marketing 1.0 und 2.0. Aber wie jeder andere Bereich entwickelt sich auch das Marketing ständig weiter. Marketing 3.0 beschreibt einen Paradigmenwechsel in diesem Bereich. Hierbei werden nun auch normative, gesellschaftliche und ethische Belange in die Maßnahmen mit einbezogen. Die zukünftigen Strategien sind durch einen werteorientierten und ganzheitlichen Ansatz geprägt. Die Kund*innen rücken so noch weiter in den Fokus.

Was ist Marketing 1.0?

Marketing 1.0 war nur auf das Produkt bezogen. Ziel war es, möglichst viele der hergestellten Produkte zu verkaufen. Die Kund*innen wurden nur als eine große Gruppe wahrgenommen. Gekauft wird sowieso. Einfach, weil es das Produkt nun mal gibt. Dieses Denken ging einher mit der Industrialisierung.

Die Industrialisierung war durch Massenproduktionen geprägt, da es durch das Errichten großer Industrieanlagen nun möglich war, viele Produkte für die Masse zu produzieren. Die Kommunikation zu der Kundengruppe fand ähnlich statt, nämlich auf dem Weg „One-to-Many“. Dies bedeutet, dass das Unternehmen die potenziellen Käufer*innen rein funktional angesprochen hat. Denn erfolgreich waren Unternehmen zu der Zeit gerade dann, wenn die Produkte einfach ihren Zweck erfüllten.

Marketing 2.0 – Der Weg zum Käufermarkt

Das Marketing 2.0 war bereits anders geprägt. Hier ist Kundenorientierung bereits ein Ziel. Der Fokus lag dabei auf Kundenzufriedenheit & -bindung. Das Zufriedenstellen von physischen Bedürfnissen, wurde durch Emotionen ergänzt.

Diese Änderung im Marketing wurde 2.0 genannt, weil sie einherging mit dem Wechsel des Internets von einer reinen Informationsquelle zu einem interaktiven World Wide Web. Die Kommunikation in dieser Phase war oder ist emotional geprägt und die Unternehmen haben viel Wert darauf gelegt, die individuellen Bedürfnisse von Kund*innen zu berücksichtigen.

Marketing 3.0 – Zukunftsmusik?

Das „zukünftige“ Marketing 3.0 beschäftigt sich immer noch mit den Bedürfnissen der Kund*innen. Jedoch wird die Herangehensweise noch etwas verfeinert. Zunächst aber ist auch hier der Ausgangspunkt der Mensch mit seinen Bedürfnissen, Werten, Anforderungen und Wünschen.

Geprägt wird das Marketing 3.0 durch die Bedeutungen von Werten, den neuen Medien und treuen Fans.

Unternehmen stehen also vor der Herausforderung, eine Entwicklung vom Kund*innen zum Fan zu fördern. Denn Fans bringen einige Vorteile mit sich. Dies lässt sich besonders gut am Beispiel von Fußball-Fans verdeutlichen: Egal wie schlecht der eigene Verein am Wochenende gespielt hat, er wird immer verteidigt!

Ein ähnliches Phänomen erhoffen sich Unternehmen von Ihren Fans. Während „normale“ Kund*innen Produkte auch mal reklamieren, ihre Kritik darüber äußern und schneller gewillt sind, die Marke bzw. das Unternehmen zu wechseln. So reagieren Fans oft genau gegenteilig: Sie verzeihen kleinere Fehler, hängen ihr Herz an das Produkt, bleiben treu und empfehlen weiter.

Die Unternehmensidentität klären

Wenn Sie jetzt sofort mit dem Marketing 3.0 starten möchten, stehen Sie zunächst vor der Frage: Wie gehen wir es an?

Fragen Sie sich als erstes wer Sie sind:

  • Welche Überzeugung hat Ihr Unternehmen?
  • Wofür stehen Sie?
  • Haben Sie ein Leitbild?

Wenn nein, erstellen Sie eines. Wenn ja, sind diese Grundprinzipien noch aktuell?

Wenn Sie wissen, wo Sie mit Ihrem Unternehmen stehen, können Sie auch authentisch mit Ihren Kund*innen sprechen.

Wie sagt man immer so schön: „Fragen hilft!“. Nutzen Sie die Medien und gehen Sie mit Ihren Kund*innen ins Gespräch. Sie werden einiges erfahren und können z. B. Rückschlüsse aus den Wertevorstellungen ziehen.So können Sie Gruppen mit ähnlichen Wertevorstellungen erstellen und u. a. Ihr Sponsoring daran anlehnen.

Fazit: Zufriedene Kund*innen sind weniger preissensibel

Die Rechnung ist im Prinzip ganz einfach: Sie fragen Ihren Kundenkreis, was von Ihnen und Ihren Produkten erwartet wird. So kommen Sie ins Gespräch und erhalten mitunter noch viel mehr hilfreiche Informationen.

Mit Ihren neuen Erkenntnissen, können Sie jetzt also Ihre Produkte und Dienstleistungen optimieren und die Zufriedenheit steigern. Das wiederum bedeutet, dass die Chance groß ist, mehr Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen, da zufriedene Kund*innen weniger preissensibel sind.

Hiermit sollte also klar sein, dass Marketing 3.0 nicht erst in der Zukunft stattfindet, sondern im Hier und Jetzt!

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