Prospektwerbung: Vorteile & Varianten des Werbe-Klassikers

Von Steffi Voigt, Sales Director Print & Special Topics, FUNKE MediaSales Thüringen

Prospektwerbung: Vorteile & Varianten des Reklame-Klassikers

Printwerbung ist von gestern? Studien belegen das Gegenteil!

Die Beliebtheit von Werbeprospekten ist bei Handel und Kunden ungebrochen. Wir zeigen Ihnen, warum & wie Sie von dieser Art der Werbung profitieren können und haben einige Beispiele für Sie vorbereitet. Außerdem gehen wir auch auf den Wandel in der Prospektwerbung ein.

Arten von Prospektwerbung

Die meisten Verbraucher verbinden Prospekte mit großen Handelsketten. Wöchentlich finden sie sich in Millionen von Briefkästen. Dennoch hat das Medium sehr verschiedene Ausprägungen, zumal der Begriff in diversen Zusammenhängen genutzt wird.

So müssen zum Beispiel Betreiber von Aktienfonds Anlegern in einem Prospekt Auskünfte zur Verfügung stellen. Doch auch die an die breite Masse der Verbraucher gerichteten Print-Produkte unterscheiden sich in:

  • Zielen
  • Formen
  • Verbreitungsarten

Werbeprospekt vs. Image-Prospekt

Der Werbe- oder Produktprospekt ist die geläufigste Variante dieser Marketingform. Im Fokus stehen einzelne Produkte, Kategorien oder Dienstleistungen des Unternehmens. Ziel ist es, diese bekannt zu machen und den Verkauf zu fördern.

Wie ein Werbe- oder Produktprospekt aussehen kann, zeigt uns der Fachhändler LAGERLAND Baustoffhandel GmbH aus Gotha:

Dagegen geht es bei Image-Prospekten um Markenbekanntheit und Öffentlichkeitsarbeit. Nicht nur Unternehmen, sondern auch Vereine, Verbände oder Parteien nutzen dieses Format. Die Produktion ist meist hochwertiger, da es seltener erneuert werden muss. Inhaltlich werden die Philosophie, Werte und Leistungen im Allgemeinen in Szene gesetzt.

Möbelhaus & Küchenplaner Möbel Cranz+Schäfer GmbH aus Nordhessen & Thüringen macht vor wie ein Image-Prospekt mit einer Vertriebs-Aktion verbunden werden kann:

Prospekt, Flyer oder Broschüre?

Viele Begriffe sind für Werbeprospekte geläufig. Gibt es da überhaupt ein richtig oder falsch? Klar zu definieren ist in jedem Fall die Bedeutung von „Flyer“:

Dabei handelt es sich um ein einzelnes, oft gefaltetes Blatt. Häufig wird damit auf Veranstaltungen hingewiesen. Die Gestaltung kann schon mit geringem Aufwand erfolgen. Online-Druckereien gibt es inzwischen zuhauf.

Eine Broschüre besteht dagegen aus mehreren Seiten, die in irgendeiner Form gebunden sind. Der Umfang ist eher klein, also mehr Heft als Buch, und es gibt keinen festen Einband. Der Inhalt ist meist eher informativ und weniger unterhaltend.

Anderes als eine Broschüre oder ein Flyer hat die Bedeutung von „Prospekt“ nichts mit dem Format zu tun.

Ein Prospekt weist auf etwas hin.

Deshalb kann die Bezeichnung „Prospekt“ für dicke Kataloge, gefaltete Reklame-Blättchen, Broschüren oder Flyer genutzt werden.

Unterschiede in der Prospektverteilung

Die Art und Weise, wie Prospektwerbung zum Verbraucher gelangt, ist besonders wichtig für die Wirkung. Je nach Ziel der Marketingmaßnahme sind manche Wege mehr oder weniger gut geeignet:

  • Auslage am eigenen Standort oder z. B. auf Messen: So werden vor allem grundsätzlich interessierte Gruppen angesprochen.
  • Postwurf: Per Post wird unadressierte Werbung an Haushalten verteilt. Dabei wählt man entweder alle Haushalte oder nur die Haushalte, die an diesem Datum Tagespost erhalten aus.
  • Direktverteilung: Die Werbung wird persönlich oder durch eigens beauftragte Zusteller in Briefkästen geworfen. Diese Variante kennen wir von Restaurants und Lieferservices. Aber auch für Wahlwerbung wird die direkte Verteilung häufig genutzt.
  • Paketbeilage: Versandhändler bieten oft die Möglichkeit, Bestellungen ihrer Kunden passende Prospekte und Broschüren beizulegen. Ordert zum Beispiel jemand einen Korkenzieher, könnten Angebote eines Weinhandels den Adressaten ebenfalls ansprechen.
  • Zeitungsbeilage: In Tageszeitungen, Anzeigenblättern oder anderen Printmedien werden Prospekte eingelegt, die beim Lesen entdeckt werden. Die Zielgruppe ist ähnlich breit wie bei der Postwurfsendung.

Prospektwerbung: Vorteile und Nachteile

In Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung erscheint ein gedrucktes Werbemittel vielleicht nicht mehr zeitgemäß.

Doch Prospektwerbung bietet nach wie vor handfeste Vorteile:

  • Mit Beilagenwerbung oder Postwurfsendungen wird eine große Zielgruppe erreicht.
  • Studien belegen, dass Prospekte vor allem als Beilage in Zeitungen geschätzt werden: Laut einer Umfrage von 2020 des Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter freuten sich 22 % über die Werbeprospekte. 47 % hatten nichts gegen Angebote in den Printmedien. Außerdem werden sogar vor allem Wocheneinkäufe an den Prospektangeboten ausgerichtet.
  • Die Verteilungsgebiete von Prospektbeilagen in Zeitungen können eingegrenzt und so lokale Zielgruppen genauer angesprochen werden. Einige Werbebeilagen haben eine Schaufenster-Funktion und können so mögliche neue Zielgruppen ansprechen.

Dennoch gibt es auch Nachteile:

  • Die Streuverluste sind hoch, zumal Postwurfsendungen oft schon direkt am Briefkasten aussortiert werden. Bei Prospektbeilagen in Zeitungen sieht es allerdings anders aus. Hier schaffen es die Beilagen häufig in die Wohnung und an den Esstisch.
  • In Zeiten von Ressourcenknappheit wächst die Kritik an den Papierbergen, die von Werbeprospekten verursacht werden. Immerhin werden aber laut Umweltbundesamt 79 % der Papiererzeugnisse in Deutschland aus recyceltem Altpapier hergestellt.

Alternativen zur Prospektverteilung

Neben dem klassischen Prospekt in Papierform, können Sie Ihren Kunden außerdem eine blätterbare online-Version zur Verfügung stellen. Der Aufwand ist oft gar nicht so groß, da die Datei für den Druck sowieso gefertigt wird.

Einige Websites bieten die Einbindung einer PDF-Datei in Blätterformat bereits standardmäßig an. Ansonsten können Sie sich problemlos mit kostengünstigen Tools weiterhelfen. Diese sind optisch oft ansprechender und beinhalten mehrere Möglichkeiten der optischen Umsetzung.

Der große Vorteil eines online-Prospekts? Sie sehen wie hoch die Interaktionen mit Ihrem Prospekt tatsächlich sind und können direkt in das Produkt oder die Information verlinken.

7 Tipps für gute Prospektwerbung

1. Legen Sie Wert auf die Gestaltung

Hält der Konsument Ihre Werbung erst in der Hand, muss sie auch positiv wirken. Hohe Bildqualität und eine klare Struktur sind entscheidend.

Wenn Sie oder Ihr Team Kenntnisse im Design besitzen und genügend Kapazität besteht, bietet es sich an Ihre Werbeprospekte selbst zu gestalten. Neben den gängigen Grafikprogrammen können auch spezielle online Tools für Flyer und andere Printwerbung unterstützen.

Grundsätzlich empfiehlt es sich aber, professionelle Unterstützung zu suchen. Wenden Sie sich zum Beispiel an unser Mediateam der FUNKE MediaSales. Sie helfen gerne bei Layout und Gestaltung Ihrer Prospektwerbung.

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Übrigens: Auch ein ungewöhnliches Format kann für den flüchtigen Betrachter ein Eyecatcher sein.

Informieren Sie sich aber vorher über bestimmte Vorgaben eines Verlages. Besonders wenn Beilagen in den Zeitungen automatisiert einsortiert werden, müssen bestimmte Größen und Formate eingehalten werden. Fragen Sie einfach bei Ihrem Verlag oder Dienstleister an, dort erhalten Sie eine verbindliche Antwort oder verschaffen Sie sich in den Richtlinien des Bundesverbandes Druck und Medien einen ersten Überblick.

2. Bieten Sie einen Mehrwert

Damit Prospektwerbung nicht gleich im Müll landet, finden sich neben Produkten häufig informative Inhalte in Reklameblättern. Große Handelsketten fügen zum Beispiel Rezepte hinzu.

Sie können aber auch mit kurzen Ratgeberinhalten etwas ähnliches bieten. Rätsel sorgen ebenfalls dafür, dass die Beilagenwerbung länger in der Hand gehalten wird.

3. Stellen Sie Werbeprospekte online zur Verfügung

Mit Obi stellte eine große Handelskette für 2022 den gedruckten Prospekt komplett ein. Die Zeit wird zeigen, ob das der richtige Schritt war. In jedem Fall sind digitale Prospekte im Wachstum begriffen, wenn auch noch auf niedrigem Niveau.

Da das Layout in der Regel ohnehin am PC stattfindet und eine digitale Version für den Druck vorliegen muss, können Sie Ihren Kunden mit wenig Aufwand einen digitalen Blätterkatalog anbieten. Machen Sie dafür den Weg vom gedruckten zum Online-Produkt mit einem QR-Code auf dem Papier, der direkt zu Ihrem PDF-Prospekt führt leicht.

4. Nachhaltigkeit betonen

Der Papierverbrauch ist mit Blick auf die Umweltprobleme der größte Kritikpunkt am klassischen Werbeprospekt. Setzen Sie daher auf nachhaltige Produktion und informieren Sie darüber. Recyceltes Papier gehört schon fast zum Standard, es gibt aber auch umweltfreundliche Druckverfahren und Farben. Sie achten sonst auch auf Ihre Klimaneutralität? Dann weisen Sie auch darauf hin.

Wichtig: Versprechen Sie hier nur, was Sie wirklich halten können!

5. Kosten von Beilagenwerbung im Blick behalten

Die Erstellung und der Druck Ihrer Werbemittel sind nur ein Teil des Kostenfaktors. Achten Sie auch auf die Modalitäten der Prospektverteilung. Die Kosten einer Zeitungsbeilage berechnen sich meistens nach dem Gewicht. Rechnen Sie mit einem Preis ab etwa 80 € für 1.000 Stück zu je 10 bis 20 g.

Sparen können Sie in der Regel, wenn Sie direkt beim entsprechenden Anzeigenblatt buchen. Der Direktpreis ist deutlich günstiger als der Weg über eine Agentur. Zudem können Sie die Verteilgebiete eingrenzen, um sich auf lokale Zielgruppen zu beschränken.

6. Prospektverteilung per Beilage

Ihr liebevoll gestaltetes Werbemittel soll nicht gleich vom Briefkasten in die Tonne wandern. Daher ist die Beilagenwerbung der beste Weg, Ihren Prospekt zum Adressaten zu bringen. Denn Umfragen zeigen, dass Postwurfsendungen meist sofort weggeschmissen werden. Prospekte, die Printmedien oder auch Paketen beiliegen, werden hingegen bewusster wahrgenommen. In der angenehmen und vertrauten Umgebung des eigenen Wohn- oder Esszimmers wirft der Konsument zumindest einen längeren Blick auf die Werbung.

Übrigens: Kostenlose Wochenzeitungen inklusive Beilagen dürfen auch Haushalten zugestellt werden, die am Briefkasten „Keine Werbung“ angeben.

7. Messen Sie den Erfolg Ihrer Prospektwerbung

Als großer Vorteil von Online-Marketing gilt die leichte Erfolgsmessung. Clicks, Views, Conversions sind mit Online-Tools schnell und detailliert zu verfolgen. Sie wissen genau, wie viele Personen Sie erreichen. Auch offline gibt es dafür Möglichkeiten.

Fügen Sie Ihrer Prospektwerbung Coupons oder Rabattcodes hinzu und dokumentieren Sie, wie häufig diese genutzt wurden. Sie können auch Preisnachlässe gegen Vorlage des ganzen Werbezettels geben.

Wichtig: Informieren Sie Ihre Mitarbeitenden genau über die Aktion, damit sie nicht davon überrascht werden!

Beispiel: Prospektverteilung in Thüringen

Zielgerichtete und erfolgreiche Prospektwerbung zeigt das Beispiel aus Thüringen mit dem „Allgemeinen Anzeiger“. Hier können Sie eine detailliert gesteuerte Prospekt-Kampagne bei voller Kostentransparenz fahren. Individuelle Kundenwünsche werden ebenfalls berücksichtigt. Sie erhalten persönlichen Support bei jedem Schritt.

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1. Werbeprospekt erstellen: Sie haben selbst keine professionellen Grafikkenntnisse? Dann kann Sie unser FUNKE-Team bei der Gestaltung unterstützen.  Vielleicht ist ein Sonderformat für Sie besser geeignet als ein klassischer Prospekt. Ein sogenannter Tip-on Sticker oder auch Memosticker wird zum Beispiel auf der Vorderseite der Zeitung angebracht und kann vom Konsumenten abgezogen werden.

2. Zielgruppe definieren: Der „Allgemeine Anzeiger“ ist das kostenlose Printmedium für Thüringen. 782.210 Exemplare werden wöchentlich im ganzen Land verteilt. Belegen Sie alle oder wählen Sie aus 12 Regionen.

3. Online & Print verbinden: Ihren Prospekt kann gleichzeitig im E-Paper ausgespielt werden. Fast 14.500 elektronische Exemplare bringen so Ihre digitalen Prospekte zum Konsumenten. Zusätzlich können Sie zum Beispiel noch die Social-Media-Kanäle mit Ads bespielen.

Sie können Ihre gewünschten Postleitzahl-Gebiete auch eigenständig auswählen über das Selbstbuchungstool zur Prospektverteilung in Thüringen.

Selbstbuchungstool Prospektverteilung Thüringen

Mit dem Selbstbuchungstool von FUNKE MediaSales Thüringen können Sie Ihre Prospektverteilung ganz bequem selbst umsetzen.

Zum Selbstbuchungstool Thüringen

Fazit: Prospektwerbung hat nicht ausgedient

Das klassische Werbemittel „Prospekt“ erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Allerdings zeigt sich, dass die Art der Zustellung dabei einen großen Unterschied macht. Erfolg haben vor allem Prospektbeilagen in Zeitungen. Der Kontext ist seriös und weckt Vertrauen.
Zudem macht sich moderne Prospektwerbung die Digitalisierung zunutze und kombiniert Print mit online.

FAQ zu Prospektwerbung

Studien belegen, dass gedruckte Prospekte noch immer beliebt sind. Sie wirken vertrauenswürdig und weniger aufdringlich als unerwünschte Pop-ups im Internet.

Eine Broschüre bezeichnet ein dünnes, gebundenes Printprodukt ohne festen Einband mit rein informativem Inhalt. Dagegen gibt es kein fest definiertes Format für Prospekte. Alles, was auf Leistungen, Produkte oder sonstige Informationen hinweist, kann als Prospekt bezeichnet werden.

Prospekt stammt wörtlich vom lateinischen prospectus für Ansicht oder Hinblick ab. Demnach ist ein Prospekt ein oft gedrucktes Mittel der Kundenkommunikation, das auf etwas hinweist. Das können Produkte, Dienstleistungen oder auch Image-Aspekte sein.

Brauchen Sie Unterstützung bei Ihrer geplanten Prospektverteilung?

Von der Erstellung bis zur Prospektverteilung an die richtige Zielgruppe begleiten wir Sie ganz individuell.

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