Printwerbung ist von gestern? Studien belegen das Gegenteil!
Die Beliebtheit von Werbeprospekten ist bei Handel und Kundschaft ungebrochen. In diesem Beitrag erfahren Sie warum und wie Sie als Unternehmen von dieser Art der Werbung profitieren. Außerdem gehen wir auch auf den Wandel in der Prospektwerbung ein.
Arten von Prospektwerbung
Die meisten Verbraucher*innen verbinden Prospekte mit großen Handelsketten. Wöchentlich finden sie sich in Millionen von Briefkästen. Dennoch hat das Medium sehr verschiedene Ausprägungen, zumal der Begriff in diversen Zusammenhängen genutzt wird.
So müssen z. B. Betreiber*innen von Aktienfonds den Anleger*innen in einem Prospekt Auskünfte zur Verfügung stellen. Doch auch Print-Produkte, die an die breite Masse der Verbraucher*innen gerichtet sind, unterscheiden sich in ihren:
- Zielen,
- Formen
- und Verbreitungsarten.
Werbeprospekt vs. Image-Prospekt
Der Werbe- oder Produktprospekt ist die geläufigste Variante dieser Marketingform. Im Fokus stehen einzelne Produkte, Kategorien oder Dienstleistungen des Unternehmens.
Ziel ist es, diese bekannt zu machen und den Verkauf zu fördern.
Prospekt, Flyer oder Broschüre?
Viele Begriffe sind für Werbeprospekte geläufig. Gibt es da überhaupt ein richtig oder falsch?
Die Bezeichnung „Prospekt“ steht gleichermaßen für dicke Kataloge, gefaltete Reklame-Blättchen, Broschüren oder Flyer. Somit hat der Begriff „Prospekt“ nichts mit dem Format zu tun.
Ein Prospekt weist auf etwas hin.
Klar zu definieren ist in jedem Fall die Bedeutung von Flyern: Dabei handelt es sich um ein einzelnes und oft gefaltetes Blatt. Häufig wird damit auf Veranstaltungen hingewiesen. Die Erstellung ist z. B. über Online-Druckereien mit wenigen Mitteln möglich.
Eine Broschüre besteht dagegen aus mehreren Seiten, die in einer vordefinierten Form gebunden sind. Der Umfang ist mehr Heft als Buch ohne festen Einband. Der Inhalt ist meist informativ und weniger unterhaltend.
Unterschiede in der Prospektverteilung
Die Art und Weise, wie Prospektwerbung zu den Verbraucher*innen gelangt, ist besonders wichtig für die Wirkung. Je nach Ziel der Marketingmaßnahme sind manche Wege mehr oder weniger gut geeignet:
Prospektwerbung: Vorteile und Nachteile
In Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung erscheint ein gedrucktes Werbemittel vielleicht nicht mehr zeitgemäß. Doch Prospektwerbung bietet nach wie vor handfeste Vorteile:
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01.
Zielgruppe
Mit Beilagenwerbung oder Postwurfsendungen wird eine große Zielgruppe erreicht.
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02.
Beilagen
Studien belegen, dass Prospekte weiterhin eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung genießen: Die Ergebnisse der Leserakzeptanzstudie 2022 zeigen, dass 62 % der Deutschen gedruckte Prospekte bevorzugen. Die Mehrheit schätzt diese besonders für den Informationsgehalt, die Übersichtlichkeit und der Vergleichbarkeit von Angeboten.
Außerdem spannend: Die Akzeptanz gegenüber Prospekten im Printformat ist seit 2019 um 3 Prozentpunkte gestiegen.
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03.
Verteilung
Die Verteilungsgebiete von Prospektbeilagen in Zeitungen lassen sich eingrenzen und so lokale Zielgruppen genauer ansprechen.
Dennoch gibt es auch Nachteile:
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01.
Streuverluste
Die Streuverluste sind hoch, zumal Postwurfsendungen oft schon direkt am Briefkasten aussortiert werden.
Bei Prospektbeilagen in Zeitungen sieht es anders aus. Hier schaffen es die Beilagen häufig in die Wohnung und an den Esstisch.
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02.
Ressourcen
In Zeiten von Ressourcenknappheit wächst die Kritik an den Papierbergen, die von Werbeprospekten verursacht werden.
Immerhin werden aber laut Umweltbundesamt 79 % der Papiererzeugnisse in Deutschland aus recyceltem Altpapier hergestellt.
Alternativen zur Prospektverteilung
Neben dem klassischen Prospekt in Papierform, sollten Sie Ihren Kund*innen außerdem eine blätterbare Online-Version zur Verfügung stellen. Der Aufwand ist oft gar nicht so groß, da die Datei für den Druck sowieso gefertigt wird.
Einige Websites bieten die Einbindung einer PDF-Datei in Blätterformat bereits standardmäßig an. Ansonsten helfen Ihnen auch kostengünstigen Tools weiter. Diese bieten professionelle Möglichkeiten der optischen Umsetzung.
Der große Vorteil eines Online-Prospekts:
- Sie sehen, wie hoch die Interaktionen mit Ihrem Prospekt tatsächlich sind.
- Sie haben die Möglichkeit, direkt auf Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung oder weitere Informationen zu verlinken.
7 Tipps für gute Prospektwerbung
1. Legen Sie Wert auf die Gestaltung
Halten die Konsument*innen Ihre Werbung erst in der Hand, muss sie auch positiv wirken. Hohe Bildqualität und eine klare Struktur sind entscheidend.
Wenn Sie oder Ihr Team Kenntnisse im Design besitzen und genügend Kapazität besteht, bietet es sich an Ihre Werbeprospekte selbst zu gestalten. Neben den gängigen Grafikprogrammen unterstützen auch spezielle Online-Tools für Flyer und andere Printwerbung.
Tipp: Testen Sie ungewöhnliche Format aus, um zum Eyecatcher zu werden.
Informieren Sie sich aber vorher über bestimmte Vorgaben eines Verlages. Besonders wenn Beilagen in den Zeitungen automatisiert einsortiert werden, müssen bestimmte Größen und Formate eingehalten werden. Fragen Sie einfach bei Ihrem Verlag oder Ihren Dienstleister*innen nach. Dort erhalten Sie eine verbindliche Antwort. Alternativ bieten die Richtlinien des Bundesverbandes Druck und Medien einen ersten Überblick.
Grundsätzlich empfiehlt es sich, professionelle Unterstützung zu suchen. So erhalten Sie neue Ideen, externe Eindrücke und Empfehlungen für Ihr Design. Unser Team hilft gerne bei der Gestaltung Ihrer Prospektwerbung.
2. Bieten Sie einen Mehrwert
Damit Prospektwerbung nicht gleich im Müll landet, finden sich neben Produkten auch informative Inhalte. Große Handelsketten fügen beispielsweise Rezepte oder kurze Ratgeberinhalte hinzu. Rätsel sorgen ebenfalls dafür, dass die Beilagenwerbung länger in der Hand gehalten wird.
3. Stellen Sie Werbeprospekte online zur Verfügung
Mit Obi stellte eine große Handelskette in 2022 den gedruckten Prospekt komplett ein. Die Zeit wird zeigen, ob das der richtige Schritt war. In jedem Fall sind digitale Prospekte im Wachstum inbegriffen, wenn auch noch auf niedrigem Niveau.
Da das Layouten in der Regel ohnehin am PC stattfindet und eine digitale Version für den Druck vorliegen muss, lässt sich mit wenig Aufwand ein digitaler Blätterkatalog bauen.
Binden Sie dafür auf dem gedruckten Prospekt ein QR-Code ein. So gelangen Ihre Kund*innen direkt in die Online-Version.
4. Nachhaltigkeit betonen
Der Papierverbrauch ist mit Blick auf die Umweltprobleme der größte Kritikpunkt am klassischen Werbeprospekt. Setzen Sie daher auf nachhaltige Produktion und informieren Sie darüber. Recyceltes Papier gehört schon fast zum Standard, es gibt aber auch umweltfreundliche Druckverfahren und Farben.
Sie achten sonst auch auf Ihre Klimaneutralität? Dann weisen Sie durch Ihre Nachhaltigkeitskommunikation darauf hin.
Wichtig: Versprechen Sie nur, was Sie wirklich halten!
5. Kosten von Beilagenwerbung im Blick behalten
Die Erstellung und der Druck Ihrer Werbemittel sind nur ein Teil des Kostenfaktors. Achten Sie auch auf die Modalitäten der Prospektverteilung. Die Kosten einer Zeitungsbeilage berechnen sich meistens nach dem Gewicht. Rechnen Sie mit einem Preis ab etwa 80 € für 1.000 Stück zu je 10 bis 20 g.
In der Regel sparen Sie, wenn Sie direkt beim entsprechenden Anzeigenblatt buchen. Der Direktpreis ist deutlich günstiger als der Weg über eine Agentur. Zudem haben Sie so die Möglichkeit das Verteilgebiet eingrenzen, um sich auf lokale Zielgruppen zu beschränken.
6. Prospektverteilung per Beilage
Ihr liebevoll gestaltetes Werbemittel soll nicht gleich vom Briefkasten in die Tonne wandern. Daher ist die Beilagenwerbung der beste Weg, Ihr Prospekt zu den Verbraucher*innen zu bringen.
Prospekte, die Printmedien oder auch Paketen beiliegen, werden bewusster wahrgenommen. In der angenehmen und vertrauten Umgebung des eigenen Wohn- oder Esszimmers werfen Konsument*innen zumindest einen längeren Blick auf Ihre Werbung.
Kostenlose Wochenzeitungen inklusive Beilagen dürfen auch Haushalten zugestellt werden, die am Briefkasten „Keine Werbung“ angeben.
Prospektwerbung in Thüringen, Hamburg und NRW planen
Mit unserem kostenlosen Selbstplanungstool der FUNKE MediaSales wählen Sie Ihre gewünschten Postleitzahl-Gebiete ganz bequem selbst aus.
Sie erhalten einen Überblick aller verfügbaren Auflagen in der ausgewählten Region und fragen abschließend ein unverbindliches Angebot für Ihre Prospektverteilung an. Probieren Sie es gleich aus:

7. Messen Sie den Erfolg Ihrer Prospektwerbung
Als großer Vorteil von Online-Marketing gilt die leichte Erfolgsmessung. Clicks, Views, Conversions sind mit Online-Tools schnell und detailliert zu verfolgen. Sie wissen genau, wie viele Personen Sie erreichen. Auch offline gibt es dafür Möglichkeiten.
Fügen Sie Ihrer Prospektwerbung Coupons oder Rabattcodes hinzu und dokumentieren Sie, wie häufig diese genutzt wurden. Der Lebensmittel Gigant Aldi bietet beispielsweise nach Vorlage eines Barcodes einen Rabatt von 5 € auf den gesamten Einkauf ab 40 € an.
Wichtig: Informieren Sie Ihre Mitarbeitenden genau über die Aktion, damit sie nicht davon überrascht werden!
Beispiel: Prospektverteilung in Thüringen
Zielgerichtete und erfolgreiche Prospektwerbung zeigt das Beispiel aus Thüringen mit dem „Allgemeinen Anzeiger“. Hier buchen Sie eine detailliert gesteuerte Prospekt-Kampagne bei voller Kostentransparenz. Individuelle Kundenwünsche werden ebenfalls berücksichtigt. Sie erhalten persönlichen Support bei jedem Schritt.
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01.
Werbeprospekt erstellen
Sie haben selbst keine professionellen Grafikkenntnisse? Dann unterstützt Sie unser FUNKE-Team bei der Gestaltung.
In unseren Beratungsgesprächen zeigt sich, ob ein Sonderformat für Sie besser geeignet ist als ein klassisches Prospekt. Die sogenannten Tip-on Sticker oder auch Memosticker werden auf der Vorderseite der Zeitung angebracht. Diese lassen sich abziehen und mit in Ihr Geschäft bringen.
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02.
Zielgruppe definieren
Der „Allgemeine Anzeiger“ ist das kostenlose Printmedium für Thüringen. Über 780.000 Exemplare werden wöchentlich im ganzen Land verteilt. Belegen Sie alle oder wählen Sie aus 12 Regionen.
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03.
Online & Print verbinden
Spielen Sie Ihr Prospekt gleichzeitig im E-Paper aus. Fast 14.500 elektronische Exemplare bringen so Ihre digitalen Prospekte zu den Konsument*innen. Erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit, in dem Sie Ihr Prospekt zusätzlich mit Social-Media-Werbung verbreiten.
Fazit: Prospektwerbung hat nicht ausgedient
Das klassische Werbemittel „Prospekt“ erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Allerdings zeigt sich, dass die Art der Zustellung dabei einen großen Unterschied macht. Erfolg haben vor allem Prospektbeilagen in Zeitungen. Der Kontext ist seriös und weckt Vertrauen. Zudem macht sich moderne Prospektwerbung die Digitalisierung zunutze und kombiniert Print mit online.
FAQ zu Prospektwerbung
Studien belegen, dass gedruckte Prospekte noch immer beliebt sind. Sie wirken vertrauenswürdig und weniger aufdringlich als unerwünschte Pop-ups im Internet.
Eine Broschüre bezeichnet ein dünnes, gebundenes Printprodukt ohne festen Einband mit rein informativem Inhalt. Dagegen gibt es kein fest definiertes Format für Prospekte. Alles, was auf Leistungen, Produkte oder sonstige Informationen hinweist, kann als Prospekt bezeichnet werden.
Prospekt stammt wörtlich vom lateinischen prospectus für Ansicht oder Hinblick ab. Demnach ist ein Prospekt ein oft gedrucktes Mittel der Kundenkommunikation, das auf etwas hinweist. Das können Produkte, Dienstleistungen oder auch Image-Aspekte sein.