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Google Ads Kampagnen: Diese Möglichkeiten haben Sie

Von Herbert Buchhorn, Geschäftsführer der Online Marketing Agentur clicks digital GmbH

Google Ads Kampagnen und Möglichkeiten

Wer Suchmaschinenmarketing in Form von SEA (Search Engine Advertising) betreiben will kommt an dem Werbetool Google Ads kaum vorbei. Bei den zahlreichen Kampagnentypen stellt sich jedoch häufig die Frage, welche Variante ist die passende um die individuellen Werbeziele zu erreichen?

Unser Artikel führt Sie durch den Google Ads-Kampagnendschungel bis hin zur richtigen Wahl für Ihr Werbevorhaben.

Was ist eigentlich eine Google Ads-Kampagne?

Ads, früher Adwords, ist das Werbeprogramm von Google, das aus zwei unterschiedlichen Werbenetzwerken besteht:

  1. Such-Werbenetzwerk
  2. Display-Werbenetzwerk

Vereinfacht kann man sagen, dass das erstere von vielen als das eigentliche Google Ads verstanden wird. Beim Display-Werbenetzwerk lassen Portale, kommerzielle Webseiten oder Privatseiten die Einblendung von Google-Anzeigen zu und bekommen dafür eine Art Provision.

Wenn Sie eine professionelle Kampagne bei Google Ads erstellen wollen, werden Sie schnell merken, dass diese aus unterschiedlichen Anzeigengruppen besteht. In den Gruppen enthalten sind unter anderem Keywords, Gebote, einzelne Anzeigen und weitere Einstellungen wie geografische Ausrichtung oder Budget. Das bedeutet auch, dass Sie in Ihrem Google Ads-Konto mehrere Kampagnen erstellen können und diese parallel mit unterschiedlichen Einstellungen geschaltet werden können, wie zum Beispiel an unterschiedlichen Standorten.

Das Ziel Ihrer Google Kampagne

Setzen Sie sich klare Ziele, bevor Sie sich den verschiedenen Kampagnentypen zuwenden und dort nach geeigneten Anzeigenformaten suchen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, was Sie eigentlich erreichen wollen. Legen Sie Ihre Ziele daher vorher fest.

Denn nicht jeder Kampagnentyp eignet sich für jedes Marketingziel.

Stellen Sie sich dazu folgende Fragen:

  • Was möchte ich mit meiner Anzeigenschaltung erreichen: Leads, Verkäufe, Traffic etc.?
  • Wo ist meine Zielgruppe online unterwegs und wo erreiche ich sie am besten?
  • Welches Anzeigenformat spricht meine Zielgruppe am meisten an?
  • Wie viel Budget steht mir für Google Ads zur Verfügung?
  • Welche Werbematerialen (Bilder, Texte, Videos) liegen mir vor oder muss ich noch erstellen?

Wenn Sie ihre Ziele festgelegt haben, gibt Ihnen Google im Menü bereits eine Auswahl an Kampagnentypen. Diese können Sie als Hilfe bzw. Orientierung nutzen.

Aber: Um den vollen Einfluss auf die Kampagnengestaltung zu haben, sollten Sie „Kampagne ohne Zielvorhaben erstellen“ – das wäre allerdings auch die Variante für Fortgeschrittene im Ads-Bereich.

In einem fiktiven Beispiel könnte das so aussehen:

Als Unternehmen aus der Fashion Branche stehen 2.500 Euro als Anzeigen-Budget zur Verfügung.

  • Ziel ist es den Verkauf anzukurbeln.
  • Meine Zielgruppe erreiche ich am besten via Google Suche und Shopping, über spezielle Fashionblogs bzw. YouTube-Chanels.
  • Für Anzeigen sollten also sowohl visuelle als auch textbasierte Varianten getestet werden. Geeigneten Bilder und Texte werden erstellt.

Wenn Sie das so oder ähnlich definiert haben, können Sie sich mit den verschiedenen Kampagnentypen auseinandersetzen und das passende Kampagnen-Repertoire für Ihre Ziele auswählen.

Unterschiedliche Kampagnentypen

Ihre Ziele stehen fest, jetzt gilt es diese mit den Merkmalen der möglichen Kampagnen-Haupttypen abzugleichen. Folgende Möglichkeiten haben Sie dabei:

Google Ads richtet sich sowohl an große Agenturen, die sich mit Advertising auskennen und mehrere tausend Anzeigen für verschiedene Kunden schalten, schafft aber auch Möglichkeiten für alle diejenigen, die erst in das Thema Online-Werbeanzeigen einsteigen und sich noch nicht so gut auskennen.

Unser Tipp für Einsteiger:
Sollten Sie wenig Erfahrung haben, bieten Ihnen auch Smart-Kampagnen eine gute Möglichkeit erste Schritte mit Google Ads zu gehen. Diese spielen Anzeigen in unterschiedlichen Netzwerken mit einem automatisierten Targeting aus. Das kann aber je nach Qualität des lernenden Algorithmus sehr unterschiedliche Ergebnisse erzielen. Daher ist es besser sich auf einzelne Netzwerke zu konzentrieren bzw. Netzwerk-separate Kampagnen zu schalten. Dies ermöglicht manuelle Einstellungen, die Ihr Targeting passgenauer auf Ihre Zielgruppe ausrichten.

Google Ads Suchkampagnen

Folgende Anzeigentypen finden Sie bei den Google Ads-Suchkampagnen:

1. Google Ads Text-Anzeigen

Diese Google Ads-Suchkampagnen beinhalten das Schalten von Text-Anzeigen in der Google-Suche und auf  diversen Partnerseiten. Aber auch via YouTube-Suche.

Sie als Werbetreibender geben dabei bestimmte Keywords vor. Geben die Nutzer*innen diese Worte in das Suchfeld ein, sehen diese Ihre Anzeige. Vorausgesetzt die Anzeige weist in der Auktion einen hohen Rang auf.

Aber Vorsicht: seit dem 20.Juni 2022 können Sie keine erweiterten Textanzeigen mehr erstellen oder bearbeiten! Sie werden jedoch weiterhin ausgeliefert und die dazugehörigen Berichte zur Leistung sind ebenfalls verfügbar. Bei Bedarf können bestehende erweiterte Textanzeigen wie gehabt pausiert und fortgesetzt sowie entfernt werden.

Google empfiehlt nun auf Responsive Suchanzeigen umzustellen.

Sie haben auch die Möglichkeit bestimmte Suchbegriffe auszuschließen oder zusätzlich Ihre Anzeigen auf bestimmte Zielgruppen auszurichten. Diese Art der Kampagne lässt sich auch als Standardkampagne bezeichnen, da viele Werbetreibende darauf zurückgreifen um Ihre ersten Schritte im Ads-Bereich zu wagen. Aber je nach Ziel können auch dynamische Kampagnen oder Google Shopping die bessere Alternative sein.

2. Dynamische Suchkampagnen (DSA Kampagnen)

Haben Sie als Werbetreibender eine umfangreiche Website oder einen Onlineshop mit vielen Produkten oder Leistungen? Dann sollten Sie auf dynamische Suchanzeigen setzen.

Statt Keywords festzulegen, geben Sie lediglich die zu bewerbende Website oder Teile davon vor.

Google durchsucht dann den Inhalt Ihrer festgelegten Zielseiten und ermittelt anhand des organischen Suchindexes, ob diese für die von den Nutzer*innen gestellte Suchanfrage relevant sein könnten. Wenn dem so ist, wird eine Anzeige mit passendem Titel und passender Ziel-URL geschaltet. Im Nachgang können Sie auch unpassende Suchanfragen sowie einzelne irrelevante URLs ausschließen.

3. Remarketing (RLSA)

Remarkting bedeutet, dass Ihre Website-Besucher*innen erneut angesprochen werden.

Dazu müssen allerdings die technischen Voraussetzungen stimmen: Alle Unterseiten der Website erhalten einen spezifischen Tracking-Code, der die Besucher*innen mit einem Cookie markiert. Dieser ermöglicht die anonyme Erfassung der relevanten Daten, so dass Ihre Besucher*innen auch außerhalb Ihrer Website wiederholt mit einer Anzeige angesprochen werden.

Die Ausrichtung der Anzeigen beim Remarketing erfolgt über selbst definierte Zielgruppen-Segmente, sogenannte Remarketing-Listen. Mithilfe dieser können Sie u.a. auch im Display-Netzwerk entsprechende Kampagnen schalten. Daher spricht man beim Remarketing nicht mehr von einem offiziellen Typen, sondern eher von einer spezifischen Art der Kampagnenausrichtung, den Remarketing-List-for-Search-Ads.

Neu ist auch die Möglichkeit des Kundenabgleichs.

Wobei Sie Google Listen mit Kontaktdaten zur Verfügung stellen, die Sie von Ihren Kund*innen erhalten haben. Wenn diese Personen mit einem Google-Konto angemeldet sind, können ihnen verschiedene Anzeigen präsentiert werden. Auch Nutzer*innen, die mit Ihrem YouTube Kanal interagiert haben, können jetzt in eine Remarketing-Liste aufgenommen werden.

4. Nur Anruf Kampagnen

Wollen Unternehmen ganz gezielt Anrufe generieren, können Sie Nur-Anruf-Kampagnen schalten. Diese werden im Suchnetzwerk für anruffähige Geräte mit der Telefonnummer als Überschrift ausgespielt.

Der Klick auf den Button führt an der Website vorbei direkt zum Anruf.

Diese Art hat sich besonders im B2B-Bereich etabliert, wo zunächst eine Projektanfrage generiert werden soll, bevor es zu einer Bestellung kommt.

5. Suchanzeigen für mobile Apps

Wollen Sie als Unternehmen Ihre eigene App promoten und Nutzer*innen dazu animieren, diese runterzuladen, sollten Sie Suchanzeigen für mobile Apps schalten.

Dies ist ein Kampagnenuntertyp, der die mobilen Nutzer*innen über einen auffälligen Download-Button direkt in den jeweiligen App-Store, passend zum Betriebssystem des Gerätes, führt.

Google Displaykampagnen für mehr Reichweite

Das Google Displaynetzwerk bietet eine enorme Reichweite für Ihre Werbeziele. Deshalb eignen sich Google Display-Kampagnen besonders für die Steigerung der Marken- bzw. Produktbekanntheit an. Bei den zahlreichen Kampagnentypen stellt sich jedoch häufig die Frage, welche Variante die passende ist, um individuelle Werbeziele zu erreichen. Sowohl die Ausspielung von Textanzeigen, Banner Ads, Responsive Display Ads und Video Ads sind möglich.

1. (Dynamisches) Display-Remarketing

Display-Remarketing ist eine wichtige Funktion von Display Anzeigen. Geschaltet werden statische, als auch dynamische Anzeigen.

Onlineshops können so unentschlossene Nutzer*innen wieder ansprechen.

Dank der Anzeige von Produkten, die sie bereits im Shop angeschaut haben, können diese als Käufer*innen direkt in den Kaufprozess auf die Website (zurück) geschickt werden. Das bedarf ebenso wie beim Remarketing in der Google Suche bestimmter technischer Voraussetzungen. Display-Remarketing lohnt sich also immer, um Ihre Conversions zu steigern.

2. App-Kampagnen

Sie haben eine App und wollen, dass viele Nutzer*innen auf diese aufmerksam werden? Dann sollten Sie sich App-Kampagnen genauer anschauen.

Diese können sowohl im Google-Suchnetzwerk und im Displaynetzwerk geschaltet werden.

Sie erscheinen in Google Play, anderen Apps, auf YouTube, bei Discover oder direkt in der Google-Suche. Die Ausrichtung der Anzeigen sowie deren Optimierung erfolgt hier zu großen Teilen vom Google System automatisiert. Sie erstellen lediglich die Texte, das Startangebot, das Budget, die Region und die Sprache und starten mit der Kampagne mithilfe des Google Algorithmus.

3. Google Shopping-Kampagnen

Onlineshop-Betreiber können via Google Shopping mit Bild-Anzeigen und Informationen ihre Produkte bewerben. Dafür muss ein entsprechender Datenfeed eingerichtet werden sowie ein Google Merchant Center Konto, das mit Google Ads verknüpft ist.

Shopping Ads bieten Ihnen folgende Vorteile:

  • Hohe Reichweite durch feedbasierte Ausrichtung
  • Übersichtliche Darstellung mit Bild und Preis
  • Gewinnung von qualifizierten Leads
  • Steigerung der Conversionrate
  • Visuelle Ansprache der Nutzer*innen zu Beginn der Customer Journey

4. Shopping Showcase Ads

Shopping Showcase Ads sind heutzutage schon Standard für alle Onlineshopbetreiber. Sie sind für Nutzer*innen gedacht, die sich eher planlos auf der Suche nach z. B. dem passenden Geburtstagsgeschenk befinden – deswegen kommen Sie bei generischen Suchanfragen zum Einsatz.

Besonders das Einspielen mehrerer Produkte inklusive mehrerer Bilder weckt die Aufmerksamkeit der Suchenden. Und ab diesem Zeitpunkt setzt der Branding-Effekt ein: Über Logos, Kopfzeilenbilder und Werbetexte können Sie das passende Unternehmensimage transportieren.

Die Sichtbarkeit Ihres Unternehmens erhöht sich.

Sie sollten allerdings beachten, dass sich Kampagnen mit geringem Budget und generischen Anfragen schnell zu Kostentreibern entwickeln können. Daher gilt es den Traffic zu beobachten und gezielt zu lenken.

Vorteile der Shopping Showcase Ads:

  • Starke Performance im mobilen Bereich
  • Bekanntheit und Sichtbarkeit werden gesteigert
  • Geringe Absprungrate
  • Längere Sitzungsdauer

5. Google Ads Video-Kampagnen

Für Google Ads Video-Kampagnen gibt es ein spezielles Kampagnentool, mit dem Sie TrueView-Videoanzeigenformate erstellen und verwalten. Die Reichweite ist durch das Schalten im Display-Netzwerk und auf YouTube hoch, aber Sie brauchen dafür wirklich hochwertiges Videomaterial, das auch den Richtlinien von Google entspricht.

Folgende Formate an Videoanzeigen sind derzeit verfügbar:

  1. Überspringbare In-Stream-Anzeigen: Dieses Format zeigt Nutzer*innen Ihre Inhalte vor, während oder nach anderen Videos auf YouTube, Websites und in den Apps der Google-Videopartner. Nach fünf Sekunden können die Nutzer*innen den Spot mit einem Klick abbrechen bzw. „überspringen“. Als Werbetreibender zahlen Sie bei diesen Anzeigen nur, wenn Ihr Spot 30 Sekunden lang oder bis zum Ende angeschaut wird oder wenn die Nutzer*innen mit dem Video interagiert.
  2. Nicht überspringbare In-Stream-Anzeigen: Diese Anzeigen sind maximal 15 Sekunden lang und können im Gegensatz zum ersten Punkt nicht übersprungen werden, die Nutzer*innen werden sich Ihren Spot also bis zum Schluss anschauen. Deswegen bezahlen Sie hier auch aufgrund von Impressionen, das heißt Sie zahlen pro Ausspielung Ihrer Ad.
  3. Bumper Ads: Wollen Sie Ihre Zielgruppe mit einer kurzen, knackigen Botschaft erreichen, sind Bumper Ads mit ihrer Länge von maximal sechs Sekunden das passende Werbemittel. Sie können nicht übersprungen werden und Sie bezahlen jedes Mal, wenn Ihre Anzeige läuft.
  4. Video Discovery Ads: Diese Anzeigen erscheinen nicht in den Videos selbst, sondern beispielsweise auf der YouTube-Suchergebnisseite oder neben für Ihre Zielgruppe relevanten Videos. Die Ads bestehen aus einem Thumbnail und einem kurzen Text und sollen durch unterschiedliche Position und Größen zum Klicken anregen.

Zusätzlich zu diesen Anzeigen-Formaten gibt es noch die Out-Stream-Anzeigen, die anfangs ohne Ton wiedergegeben werden und die Masthead-Anzeigen, die derzeit nur auf Reservierungsbasis verfügbar sind.

6. Google Discovery Ads

Google Discovery Ads werden auf folgende drei Kanäle verbreitet:

  1. Discover Feed auf dem Smartphone
  2. Youtube-Startseitenfeed
  3. im Gmail-Account

So finden Ihre Anzeigen zu den Nutzer*innen, ganz egal, ob mobil gesucht, Mails gecheckt oder via YouTube recherchiert wird. Das Format dieser Anzeigen ist visueller Natur und soll auch dank hoher Reichweite das Engagement Ihrer Zielgruppe steigern. Beim Anzeigenformat haben Sie die Wahl zwischen Discovery Ads mit nur einem Bild pro Anzeige oder Discovery Carousel Ads. Bei diesen können Sie Ihre Anzeige mit mehreren Bildern ausstatten. Beachten Sie dabei bitte, dass diese Art von Anzeigen auf mobile Endgeräte zugeschnitten sind und in den Feed der jeweiligen Plattformen erscheinen.

5 Vorteile von Brand-Kampagnen

Viele Unternehmen fragen sich, ob sich das Schalten von Google Ads auf die eigene Marke, auch Brand-Bidding genannt, wirklich lohnt. Die Frage ist durchaus berechtigt, vor allem für Unternehmen, die bereits in der organischen Suche auf den Top-Positionen ranken.

Was ist eine Brand-Kampagne?

Nutzer*innen, die bereits den Namen eines bestimmten Unternehmens in das Suchfeld von Google eintragen, wie z. B. „myToys“, wollen so schnell wie möglich zur Website des Unternehmens. Sie befinden sich an dem Punkt in der Customer Journey, an dem Sie sehr gezielt suchen und genau wissen, was sie finden wollen. Dieses Suchverhalten kann man via Brand-Kampagnen für sich nutzen, weil den Nutzer*innen an erster Stelle der Suchergebnisse eine Google Anzeige gezeigt wird, die er nur noch anzuklicken braucht.

Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Die Suchenden finden mit einem Ad-Klick zur gewünschten Website – ohne umständliches Scrollen oder das er auf weitere Marktbegleiter aufmerksam wird.

Wie wird eine Brand-Kampagne erstellt?

Brand-Bidding unterscheidet sich in Google Ads nicht von anderen Anzeigenkampagnen. Als Keyword wird einfach der eigene Unternehmensname eingegeben. Viele Unternehmen ergänzen den Suchbegriff um Markennamen, Produktnamen oder buchen gängige abweichende Schreibweisen mit ein. Auch sogenannte Longtail-Keywords, wie z. B. „myToys Spielzeug ab 2 Jahre“, können mit eingebucht werden.

Warum es sinnvoll ist, auf die eigene Marke zu bieten

Reicht es nicht aus, organisch eine Spitzenposition zu belegen, um gefunden zu werden? Jein. Selbstredend können Unternehmen auf dieses Suchverhalten setzen und sich Kosten und Zeit sparen, die sie für das Einrichten der Kampagne, die Analyse und Optimierung benötigen. Dabei werden jedoch häufig die umfassenden Effekte von SEA-Brand-Kampagnen nicht bedacht.

Google Ads-Anzeigen, egal ob Brand- oder Non-Brand, können unter optimalen Bedingungen große Gewinne einspielen.

Warum das so ist? Weil Brand-Kampagnen starken Einfluss auf die Präsenz von Unternehmen in der Onlinesuche nehmen und zudem eine eigens kontrollierte Darstellung von USPs (Alleinstellungsmerkmale) ermöglichen, wie folgende Aspekte zeigen:

Vorteil 1: Die eigene Marke dominiert den sichtbaren Bereich

Anhand unseres Beispiels des Onlineshops myToys wird deutlich, dass der für die Nutzer*innen sichtbare Bereich fast komplett von diesem Unternehmen dominiert wird.

An erster Stelle erscheint die Anzeige, gefolgt von den organischen Ergebnissen, die alle zum Unternehmen führen.

Die Nutzer*innen können so gar nicht anders, als auf das gesuchte Unternehmen zu klicken. Die Chancen sind also sehr hoch, dass die Website aufgerufen wird – egal, ob über die Anzeige oder das Google-Suchergebnis. Besonders in der mobilen Anzeige, wo der Platz noch begrenzter ist, spielt das eine große Rolle.

Als kleiner Tipp: Diese Strategie die erste Seite mit Anzeigen und organischen Beiträgen zu besetzen trägt den Namen Hybrid-Strategie.

Wenn Unternehmen SEO und SEA intelligent miteinander kombinieren und die beiden Bereiche als gemeinsames Team betrachten, können optimale Ergebnisse erzielt werden.

Vorteil 2: Die eigene Marke steht vor den Anzeigen der Mitbewerbenden

Etwas risikobehaftet und rechtlich im grauen Bereich ist es, wenn Unternehmen der Konkurrenz auf die eigene Marke bieten. Warum machen sie das?

Ganz einfach: Deren bezahlte Anzeigen erscheinen in der Suche über den organischen Suchergebnissen und die Nutzer*innen können sich da schnell verklicken. Diese Vorgehensweise ist nicht zu empfehlen, aber im Blick behalten sollte man solch ein Verhalten auf jeden Fall. Besonders im mobilen Bereich ist sonst nur der Wettbewerb präsent.

Wie können Unternehmen das unterbinden? Indem sie eigene Brand-Kampagnen schalten und auch im organischen Ranking die Nase vorn haben.

Vorteil 3: Die eigenen Google Ads sind die Konstante in den organischen Suchergebnissen

Natürlich herrscht auch auf den Anzeigenplätzen von Google oftmals ein Verdrängungswettbewerb. Das ist klar, denn die Konkurrenz mischt bei dem Kampf um die besten Positionen im sichtbaren Bereich kräftig mit. Hinzu kommt, dass Google ständig neue Features austestet, auch die Benutzeroberfläche oder die Darstellung der Suchergebnisse betreffend.

Bezahlte Anzeigen haben sich als sehr konstantes Mittel herausgestellt, welches immer im sichtbaren Bereich untergebracht wird.

Zudem können Sie mit Brand-Anzeigen und Top-SEO-Positionen in der organischen Suche die Konkurrenz nach unten verdrängen. Im Idealfall rutscht diese sogar komplett von der ersten Seite

Vorteil 4: Die eigenen Google Ads können beliebig erweitert werden

Im organischen Bereich haben Unternehmen nur eingeschränkten Einfluss auf das Ranking und die Darstellung der Suchergebnisse. Bei einem Google-Update der Suchmaschine können sich hier für Unternehmen teilweise große Positionsverluste auf die hinteren Seiten ergeben.

Bei den Ads haben Unternehmen mehr Möglichkeiten: Sie können Anzeigentexte testen und ausprobieren, welche Botschaft den richtigen Traffic auf die Webseite bringt.

So erfahren Unternehmen viel mehr über Ihre Zielgruppe und auch über deren Wahrnehmung der Marke. Zusätzlich zum Testing können auch dank Anzeigen-Erweiterungen den Nutzer*innen direkt Unterseiten vorgeschlagen werden.

Vorteil 5: Unternehmen profitieren von günstigen Klickpreisen und besserer Leadqualität

Da die Nutzer*innen mit dem Klick genau dahin gelangen, wo sie auch hinwollen, stuft Google die Website als hochrelevant ein. Der hohe Qualitätsfaktor und die gute Erfahrung auf der Website ermöglichen dann geringere Gebote (CPCs).

Fazit: Welche Google Ads Kampagnen passen zu Ihren Zielen?

Bevor Sie sich für eine Kampagne bzw. Kampagnentypen entscheiden, sollten Sie zum einen Ihre Ziele kennen und zum anderen Ihre Zielgruppe. Auf welchem Kanal informiert sie sich und an welcher Stelle der Customer Journey werden User*innen angesprochen?

Dank der vielfältigen Kampagnentypen und deren Ausprägungen können Sie sich ganz gezielt für spezifische Formate entscheiden. Sie müssen nicht mit der Standard-Textanzeige beginnen.

  • Ist Ihnen die Steigerung Ihrer Markenbekanntheit wichtig, sollten Sie Anzeigen im Display-Netzwerk mit seiner hohen Reichweite schalten.
  • Sind Sie ein großer Onlineshop und wollen Ihre Produkte verkaufen sind Google Shopping und DSA-Kampagnen, verknüpft mit intelligenten Remarketing-Kampagnen, am besten für Sie geeignet.
  • Unternehmen sollten unbedingt auf Brand-Kampagnen setzen! Die Ressourcen sind eine nachhaltige Investition in die Nutzer*innen, die nur einen Klick von der Website oder sogar vom Abschluss entfernt sind. Geben Sie der Konkurrenz mit Brand-Kampagnen keinen Spielraum die Nutzer*innen vorher „abzufangen“.

Für unser fiktives Beispiel aus der Fashion-Branche lohnen sich als Start-Setup also folgende Kampagnentypen bzw. Untertypen insbesondere:

  • Eine Shopping Kampagne sowie Showcase Ad, um die Sichtbarkeit und die Markenbekanntheit zu steigern
  • Suchkampagnen für Topseller & DSA für das gesamte Sortiment
  • Dynamisches Display Remarketing zur Wiederansprache der Nutzer*innen
  • Display Brand-Kampagnen mit dem Fokus auf relevante Placements & YouTube Channels, um neuen Traffic zu generieren
  • Und jederzeit eine Brand-Kampagne um hochmotivierte Nutzer*innen einzusammeln

Handeln Sie vorausschauend, analysieren Sie die Erfolge Ihrer Kampagnen und testen bzw. optimieren Sie regelmäßig. So gelangen Sie zu einer stabilen Kontoperformance, die Sie Ihren eigenen Zielen näherbringt.

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